200 Jahre Allee - Von der Chaussee zur Friedrich-Engels-Allee

Friedrich-Engels-Allee
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200 Jahre Allee - Von der Chaussee zur Friedrich-Engels-Allee, 08. 09. 2012 / 18:00 – 21. 10. 2012

200 Jahre Allee - Von der Chaussee zur Friedrich-Engels-Allee

Wenn man sich die heutige Friedrich-Engels-Allee mit den tausenden von Autos, die täglich auf ihr Wuppertal durchqueren, vor Augen führt, ist es kaum vorstellbar, wie beschaulich es hier einst zuging. Und dennoch reichte die seit dem Jahre 1752 bestehende schmale Straße in Wuppertal für die Bedürfnisse des frühen 19. Jahrhundert bei weitem nicht mehr aus.

Deshalb wurde 1811 unter französischer Herrschaft der Bau einer neuen Talachse in Angriff genommen. Apropos Angriff: Nicht zuletzt aus militärstrategischen Gründen wurde diese Straße als Prachtstraße angelegt. Napoleons Truppen brauchten Platz, aber auch die stetig wachsende Zahl der Fahrzeuge erforderte eine breitere Fahrbahn. Großzügige Fußwege, reiche Bepflanzung und Gaslaternen werteten das Straßenbild optisch auf. Im Jahre 1812 konnte der Straßenbau weitgehend vollendet werden, aber die Lebensqualität pur kostete viel Geld, Anwohner und betuchte Bürger mussten die Pflasterung der Gehwege und Pflanzung der Linden und Platanen, die z. T. heute noch stehen, sponsern. 1814 war dann alles perfekt.

Den Bäumen verdankte die neue Chaussee den Namen „Alleestraße“. Am 11. März 1902 wurde „straße“ auf Betreiben des Stadtverordneten und Unterbarmer Fabrikanten Dr. Eduard Wittenstein auf der 9. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zu Barmen wegrationalisiert und in „Allee“ umbenannt. Vom 6. Mai 1933 bis 16. Mai 1945 musste sie noch als „Adolf-Hitler-Straße“ herhalten, bevor sie am 18. Februar 1946 ihren heutigen Namen erhielt.

Für Napoleons Truppen spielt die Friedrich-Engels-Allee heute nun keine Rolle mehr, umso mehr aber für die moderne Infrastruktur. Deshalb bemüht sich die Stadt Wuppertal seit den 1970er Jahren um eine Verbesserung der Lebensqualität in der Allee. Der noch bestehende historische Baubestand in Unterbarmen soll erhalten bleiben, die Fahrbahn saniert werden.

Die Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2012 sollen den Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte und Bedeutung dieser Straße näher bringen.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Ausstellung.

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